Supervision für Führungskräfte in der stationären Altenpflege in Essen
Seit einigen Jahren begleite ich immer wieder Leitungs- und Führungskräfte aus verschiedenen Einrichtungen der stationären Altenpflege in Essen und Umgebung mit Supervision. Von der Wohngruppenleitung über die Pflegedienstleitung bis hin zur Einrichtungsleitung. In diesem Beitrag können Sie darüber mehr erfahren:
- Mit welchen Herausforderungen Leitungskräfte in der Altenpflege konfrontiert sind.
- Welche Themen in der Supervision eine Rolle spielen
- Wie ein Supervisionsprozess bei mir abläuft.
- Welche Erfahrungen ich dabei gemacht habe.
Diese Ausgangslage begegnet mir immer wieder.
Die Ausgangsvoraussetzungen waren in den Einrichtungen, die ich bislang begleitet habe, immer sehr ähnlich: Die Leitungskräfte sind fachlich kompetent, kommen aus der Pflege und haben irgendwann Leitungsaufgaben übernommen, die persönliche Eignung und Motivation sind in der Regel gegeben. Trotz vorbereitender Fortbildungskurse war Supervision sinnvoll, um das eigene Führungsverständnis weiterzuentwickeln und die erforderliche die Klarheit und Sicherheit in der Führungsrolle zu bekommen.
Hinzu kommt: Viele der Leitungskräfte waren bereits vor der Übernahme ihrer Leitungsaufgabe langjährig in den Teams ihrer Einrichtungen beschäftigt. Teilweise bestanden Freundschaften zu Mitarbeiterinnen, persönliche Beziehungen zur Einrichtungsleitung. All das macht es besonders herausfordernd, klare Führungspositionen einzunehmen.
Das macht Führung in der Altenpflege so anspruchsvoll.
Erschwerend kommen belastende Rahmenbedingungen hinzu: hohe Anforderungen durch die Pflege und wenig Zeit, um sich mit Führungsaufgaben zu befassen. Dazu zählen auch immer wieder der Personalmangel, die umfangreichen Dokumentationspflichten und die Prüfungen durch den MDK.
Das alles macht die Anforderungen an die Leitungskräfte in den Einrichtungen sehr anspruchsvoll und komplex. Viele Menschen sind in ihre leitende Position eher „hineingerutscht“. Sie verfügen zumeist über eine hohe Fachkompetenz, Lebens- und Berufserfahrung, haben aber verständlicherweise Fragen, wie sie ihre Führungsrolle, den Anforderungen entsprechend, gut ausfüllen können.
Auch bereits erfahrene, in ihrer Rolle sichere Führungskräfte profitieren von Supervision. Denn durch neue Entwicklungen und sich ständig wandelnde Rahmenbedingungen bleibt es eine beständige Herausforderung, das eigene Verhalten und das Führungsverständnis zu reflektieren und anzupassen.
Diese Themen stehen in der Supervision im Mittelpunkt.
Entsprechend ging es in den Supervisionsgesprächen überwiegend um Themen rund um:
- Selbstorganisation: Prioritäten setzen, Zeitmanagement, Delegieren.
- Klare und wertschätzende Kommunikation mit den Mitarbeitenden: Erwartungen deutlich formulieren, Gespräche führen bei nicht ausreichenden Leistungen von Mitarbeiter*innen sowie bei Konflikten.
- Die eigene Positionierung in der Führungshierarchie: wie lange versuche ich, Probleme selbst im eigenen Team zu lösen? Wann beziehe ich Vorgesetzte mit ein?
So läuft ein Supervisionsprozess ab.
Der Start ist immer ein Erstgespräch, in der Regel gemeinsam mit der vorgesetzten Führungsperson. Hierbei geht es um das gegenseitige Kennenlernen, um Informationsaustausch und das Festlegen von gemeinsamen Zielen. Notwendige Absprachen werden getroffen – zur Anzahl der Sitzungen, zur Vertraulichkeit und zum Führen eines Abschlussgesprächs. Danach entscheiden alle Beteiligten, ob sie im Rahmen der Supervision zusammenarbeiten möchten.
Es folgen die Supervisionsgespräche. In der Regel werden dafür vier bis sechs Sitzungen benötigt.
Am Ende findet ein Abschlussgespräch statt, wieder gemeinsam mit der vorgesetzten Führungsperson. Inhaltlich geht es dabei um die Auswertung des Supervisionsprozesses im Hinblick auf die am Anfang formulierten Ziele.
Meine bisherigen Erfahrungen.
Meine bisherigen Erfahrungen mit den durchgeführten Supervisionen mit leitenden Mitarbeitenden von Einrichtungen der Altenpflege sind positiv: Die Einsicht bei den Leitungskräften, dass sie etwas verändern sollten, war bisher immer groß, ebenso die Motivation. Die Ideen, die sie während der Supervisionsgespräche mit meiner Unterstützung entwickelten, wurden immer versucht umzusetzen – oftmals mit gutem Erfolg, sodass sie die formulierten Ziele weitgehend erreichten und damit auch ihre Sicherheit und ihre Arbeitszufriedenheit wuchsen.
Eine weitere Erfahrung, die ich immer wieder mache – nicht nur in Einrichtungen der Altenpflege: Es wäre oft sinnvoll, Supervisionsprozesse auf der obersten Führungsebene anzufangen. Denn ein gutes Führungsverhalten dort ist die Voraussetzung dafür, dass auch die Personen auf den unteren Ebenen Klarheit und Sicherheit gewinnen können.
Bei Interesse und Fragen freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme, per Telefon 015786925538 oder per Email an info@petrarosen.de oder direkt über das Kontaktformular Kontakt