Supervision, Gesprächsrunde

Konflikte in Teams klären.

Konflikte in Teams gehören zur Arbeit dazu, aber in vielen Teams, mit denen ich arbeite, gibt es ein großes Bedürfnis nach Harmonie und das Ansprechen von Konflikten wird vermieden. Denn alle möchten doch wertschätzend und nett miteinander umgehen. Das ist zwar eine gute Grundlage für Zusammenarbeit. Doch wenn dieses Harmoniebedürfnis dazu führt, dass Teammitglieder sich scheuen, ihre Meinung offen auszusprechen, wird es zum Hemmschuh. Denn erst wenn es gelingt, Konflikte konstruktiv zu klären, kann sich ein Team weiterentwickeln und seine Zusammenarbeit verbessern. Aus diesem Grund biete ich auch einzelne Supervisionssitzungen speziell zu diesem Thema an.

Was ist ein Konflikt?

Ein Konflikt ist da, wenn mindestens zwei Parteien in einem System, wie zum Beispiel einem Team, unterschiedliche Meinungen haben oder verschiedene Interessen verfolgen und dabei, oft starke, Gefühle mit im Spiel sind. Konflikte haben also immer einen sachlichen Bezug sowie einen emotionalen. Sie können schwelend, offen oder spontan auftreten. Manchmal bestehen die Differenzen zwischen Team und Leitung, manchmal zunächst nur zwischen zwei Kolleg*innen, um die herum sich zwei Lager bilden.

Konflikte können zu besserer Zusammenarbeit führen.

Doch Konflikte sind nicht nur Hindernisse, sie bergen auch Chancen, und zwar dann, wenn die Teammitglieder lernen, ihre eigenen Positionen zu behaupten und zugleich, die anderen mit ihrem Anderssein zu respektieren und mit ihren Stärken wertzuschätzen. Dann kann dies zu einer besseren Zusammenarbeit führen, in der die Teammitglieder ihre unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen nutzen, um miteinander ihre Arbeit gemeinsam sehr gut zu machen. Das schafft dann Zusammenhalt und eine hohe Arbeitszufriedenheit.

Konfliktbearbeitung im Team

1. Konflikt erkennen und akzeptieren

Der erste Schritt ist, sich bewusst zu machen, dass ein Konflikt existiert und anzuerkennen, dass Konflikte zwischen Menschen immer dazugehören und es keine absolute Harmonie geben kann. Je größer die Bereitschaft ist, Unterschiede zu akzeptieren und Störendes hinzunehmen, desto größer ist die Chance, einen besseren Umgang mit Konflikten zu finden. Oft werden sie stattdessen ignoriert oder verharmlost, weil nicht gelernt wurde negatives Feedback zu geben oder weil befürchtet wird, dass eine direkte Auseinandersetzung zu Verschlimmerung führen könnte. Ich bin der Überzeugung, das Gegenteil ist der Fall. Doch nur wenn sie erkannt und besprochen werden, können Lösungen gefunden werden.

2. Konflikt analysieren

Hier geht es darum, die folgenden Fragen zu klären:

  • Worum geht es in dem Konflikt?
  • Wer ist beteiligt?
  • Welche Gefühle spielen eine Rolle?
  • Was sind die sachlichen Konfliktinhalte?
  • Welche unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der Konfliktparteien gibt es?

3. Konflikt offen bearbeiten

Bevor das Gespräch über den Konflikt stattfindet, sollten Spielregeln festgelegt werden.

  • Wer nimmt teil?
  • Welche Gesprächsregeln gelten?
  • Wird eine Moderation benötigt?
  • Wann ist ein günstiger Zeitpunkt?

Gespräch führen und Absprachen treffen

Im Gespräch selbst geht es darum, den Konflikt offen zu besprechen und konkrete Absprachen zu treffen. Sehr hilfreich ist es, sich vorab auch zu überlegen, was an den Personen der Gegenpartei wertgeschätzt werden kann und ihnen dies im Gespräch mitzuteilen. Ein Folgetermin zur Reflexion sollte vereinbart werden. Besonders, wenn die Emotionen hochkochen oder die Konfliktparteien alleine nicht weiterkommen, kann eine interne oder externe Moderation unterstützen.

Systemisch-lösungsorientierter Ansatz in der Konfliktbearbeitung

Meine Arbeit als Supervisorin basiert auf einer systemisch-lösungsorientierten Haltung. Das bedeutet, dass wir nicht nur die Probleme analysieren, sondern vor allem nach Lösungen suchen, die im Hier und Jetzt umsetzbar sind. Dabei steht im Mittelpunkt, die Ressourcen und Kompetenzen der Beteiligten zu aktivieren, um nachhaltige Veränderungen zu erreichen.

Fazit: Konflikte sind ein natürlicher Teil der Zusammenarbeit und eine Chance für Entwicklung. Wenn Sie in Ihrem Team vor konflikthaften Herausforderungen stehen, können wir gerne gemeinsam Wege erarbeiten, um Konflikte konstruktiv zu klären. Bei Fragen können Sie gerne Kontakt mit mir aufnehmen.